Auf den Spuren von E.T.A. Hoffmann
Anlässlich des 250. Geburtstags von E.T.A. Hoffmann luden wir zu einem besonderen Spaziergang entlang des Oberen Leinritts ein. Zahlreiche Besucher nutzten die Gelegenheit, die von der Bamberger Künstlerin Lore Götz gestalteten Kanaldeckel mit Figuren aus Hoffmanns Werken zu entdecken.
Für den kulturellen Höhepunkt sorgte die Theatergruppe der Unterstufe des E.T.A.-Hoffmann-Gymnasiums unter Leitung von Anja Kießling. Die Schülerinnen und Schüler ließen bekannte Figuren wie zum Beispiel Kater Murr, Undine, Olimpia oder den Hund Berganza lebendig werden und präsentierten Szenen aus den Werken des berühmten Romantikers.
„In Bamberg auf den Spuren von E.T.A. Hoffmann zu wandeln, ist ein Leichtes. Ihm und seinen Figuren dabei tatsächlich zu begegnen, das ist dagegen etwas ganz Besonderes“, sagte Anja Kießling. Die jungen Darsteller hatten sich intensiv mit den Figuren und ihren Geschichten auseinandergesetzt und diese mit viel Engagement zum Leben erweckt.
Cornelia Pfister, Vorsitzende des Bürgerverein Stephansberg, erinnerte an die besondere Bedeutung des Kanaldeckelweges: „Die von Lore Götz gestalteten Kanaldeckel machen E.T.A. Hoffmanns Werk im Stadtbild sichtbar. Mit unserem Spaziergang wollten wir diese einzigartige Verbindung von Literatur, Kunst und Stadtgeschichte wieder stärker ins Bewusstsein rücken.“
Während des rund einstündigen Spaziergangs am schattigen Regnitzufer erfuhren die Teilnehmer nicht nur Wissenswertes über die literarischen Figuren, sondern auch über den vielseitigen Künstler E.T.A. Hoffmann, der Jurist, Musiker, Karikaturist und Schriftsteller zugleich war. Am Ende wurde deutlich, dass gerade diese Vielseitigkeit sein Werk bis heute prägt.
Die gelungene Veranstaltung verband Literatur, Theater und Stadtgeschichte auf eindrucksvolle Weise und zeigte, dass sich auf Hoffmanns Spuren auch 250 Jahre nach seiner Geburt immer wieder Neues entdecken lässt.


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